ÖLPM - Gebärmutterhalskrebs
 
 
 
 
 
 
   
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Österreichische Liga für Präventivmedizin – ÖLPM

Österreichisches Grünes Kreuz für Gesundheit
 
 
   

Gebärmutterhalskrebs

In Europa erkranken jährlich 33.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. In Österreich kommt es jedes Jahr zu 500 Neuerkrankungen und ca 150 Todesfällen.Obwohl Gebärmutterhalskrebs zu den wenigen Krebsarten gehört, die schon im Frühstadium erkannt, behandelt und geheilt werden könnten.
Da jedoch im Frühstadium keine Beschwerden auftreten, ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt die einzige Möglichkeit einer rechtzeitigen Diagnose. Leider fehlt es an Bewusstsein und so vernachlässigen viele Frauen diese wichtige Möglichkeit der Früherkennung durch die Krebsvorsorgeuntersuchung
Besonders häufig sind Frauen zwischen 35 und 55 Jahren betroffen – im Vergleich zu anderen Krebsarten ein sehr frühes Erkrankungsalter. Ein zweiter Anstieg tritt im fortgeschrittenen Alter auf.
Trotz der jüngsten medizinischen Fortschritte und verbesserter Krebsvorsorgeuntersuchungen ist das Zervixkarzinom in Europa immer noch die zweithäufigste Krebs bedingte Todesursache (nach Brustkrebs) bei Frauen zwischen 15 und 44 Jahren (Quelle: Onkologie-Kongress ECCO, Paris, 2005).
Der Tumor wird in fast 100 Prozent der Fälle von Viren ausgelöst, die vorwiegend beim Geschlechtsverkehr übertragen werden: den Humanen Papillomviren (HPV). Viele sexuell aktive Frauen tragen das Virus in sich, was bei einigen zu gutartigen Veränderungen führt, die schnell wieder heilen – nur bei den wenigsten entsteht über lange Zeit eine krebsartige Veränderung.

Verursacher ist eine Virusinfektion

Es gilt heute als wissenschaftlich gesichert, dass Infektionen mit den beiden gefährlichsten HPV-Typen (HPV 16 und 18) für zumindest 70 Prozent der Krebserkrankungen am Gebärmutterhals verantwortlich sind. Die meisten der weltweit jährlich über 470.000 Fälle (Quelle: WHO 2006) treten in Entwicklungsländern auf, wo die medizinische Versorgung schlechter ist als in Industrieländern.

Etwa 75 bis 90 Prozent aller Frauen (Quelle: Cervical Cancer Consortium Europe) machen im Verlauf ihres Lebens mit dem Virus Bekanntschaft, doch 99 Prozent der Infektionen heilen im Lauf der Zeit wieder aus. In seltenen Fällen kann das Virus die Immunabwehr überwinden. Diese Frauen können - oft erst Jahrzehnte später - an Gebärmutterhalskrebs erkranken und daran sterben.

Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt besonders wichtig.



 

Weiterführende Links:

Initiative Gebärmutterhalskrebs
Krebshilfe
 
 
ÖGK für Gesundheit GmbH | Vereinigung zur Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsaufklärung |
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