ÖLPM - Österreichischer Impftag 2015: „Vergessene“ Krankheiten
 
 
 
 
 
 
   
EXTRANET
 
   
   
Österreichische Liga für Präventivmedizin – ÖLPM

Österreichisches Grünes Kreuz für Gesundheit
 
 
   

Österreichischer Impftag 2015: „Vergessene“ Krankheiten

2015-01-16 08:31


Experten warnen vor der zunehmenden Impfmüdigkeit in der österreichischen Gesellschaft. Krankheiten, die bereits als besiegt galten, kehren vermehrt zurück.

 

Der 15. Österreichische Impftag, der am 17. Jänner 2015 stattfindet, steht unter dem Motto „Vom Wissen zum Handeln“. Er bietet Gelegenheit, die wichtigen Themen Impfmüdigkeit und Angst vor Nebenwirkungen mit Experten aus dem europäischen Ausland zu diskutieren. Darüber hinaus werden die Neuerungen des Österreichischen Impfplans vorgestellt und aktuelle Entwicklungen am Impfstoffsektor präsentiert, wie z.B. die Meningokokken-B-Impfung oder der nasale Influenzaimpfstoff. Die Österreichische Apothekerkammer präsentiert das neue Modul „Impfungen“ der Apo-App.

Die verharmlosend als Kinderkrankheit geltenden Masern zum Beispiel sind hochansteckend und können nicht nur bei Kindern zu schweren Krankheitsverläufen führen.  „Die Erfolge der Impfprogramme der letzten Jahrzehnte haben Krankheiten wie Masern als Gefahr aus den Köpfen ausblenden lassen“, beschreibt Ursula Wiedermann-Schmidt, wissenschaftliche Leiterin des Österreichischen Impftages und Leiterin des Instituts für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin der MedUni Wien, die Situation. „Viele Menschen fürchten sich heute mehr vor möglichen Nebenwirkungen der Impfungen als vor den Krankheiten selbst. Es liegt an der Forschung, vermehrte Evidenz zur Wirksamkeit von Impfkonzepten zu liefern, aber auch an der Ärzte- und Apothekerschaft und dem Gesundheitspersonal selbst, hier für verbesserte Aufklärung zu sorgen.“ Unter anderem deswegen werden am Impftag Argumente gegen die häufigsten ,Impfmythen‘ diskutiert.  Ziel sind bessere Impfraten, denn wer sich impfen lässt, schützt doppelt: sich selbst und andere.

 

Appell an „immunologische Trittbrettfahrer“

„Immer mehr Menschen lehnen Impfungen auch deshalb ab, weil ohnehin ,die anderen‘ geimpft sind“, warnt Rudolf Schmitzberger, Impfreferent der Österreichischen Ärztekammer. Eine hohe Prozentzahl an Keuchhusten- und Pneumokokken-Fällen bei Säuglingen geht auf die Ansteckung durch Erwachsene zurück. Mit Influenza wiederum infizieren sich meist Schul- oder Kindergartenkinder und übertragen die Erkrankung dann auf Eltern und Großeltern. „Mit dem Gratis-Kinderimpfprogramm und einer Vielzahl an Impfmöglichkeiten – von der Schule über die Arztpraxen bis hin zum öffentlichen Bereich – gibt es in Österreich ein hervorragendes Angebot, das genutzt werden sollte“, so Schmitzberger.

Apothekerkammer: Persönliche Impfdokumentation auf der Apo-App

Impfungen zählen zu den effektivsten und kostengünstigsten Vorsorgemaßnahmen im Gesundheitsbereich. Verbesserungspotenzial sieht die Apothekerkammer bei der Impfdokumentation. Aus diesem Grund wurde die Apo-App, die bereits mehr als 300.000 Downloads hat, jetzt um das Modul „Impfungen“ erweitert. Die App hilft dabei, den Überblick über anstehende und erledigte Standard- und Auslands-Impfungen zu bewahren und liefert Zusatzinformationen zu den Impfstoffen und dem Impfplan. Schon der Scan der Impfstoff-Verpackung genügt, um zu erfahren, gegen welche Krankheiten der Impfstoff wirkt und in welchen Abständen eine Impfung empfohlen wird.

Neben dem eigenen Impfpass können auch die Pässe anderer Personen erfasst werden. Hierbei wurden die verschiedenen Impfpassarten berücksichtigt, sodass gleich zu Beginn ausgewählt werden kann, ob es sich um den Impfpass eines Kleinkindes, eines Schulkindes oder eines Erwachsenen handelt.

 

Der Österreichische Impftag 2015: „Vom Wissen zum Handeln“
Der Österreichische Impftag unter dem Motto „Impfen: Vom Wissen zum Handeln“ ist die größte richtungsweisende Impfveranstaltung für Ärzte und Apotheker in Österreich und wird von der Österreichischen Akademie der Ärzte GmbH in Kooperation mit Medizinische Universität Wien, Österreichische Ärztekammer, Österreichische Apothekerkammer, Österreichische Gesellschaft für Kinder- Jugendheilkunde und Österreichische Liga für Präventivmedizin veranstaltet:

 

 

 

Zurück

 
 
ÖGK für Gesundheit GmbH | Vereinigung zur Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsaufklärung |
Hellbrunnerstraße 1a | A-5081 Anif | Tel: +43 (0) 662/632940 | Fax: +43 (0) 662/641516