Darmkrebs ist in Österreich bei Männern die dritthäufigste (nach Prostata- und Lungenkrebs) und bei Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung (nach Brustkrebs). Die Überlebenswahrscheinlichkeit von Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs steht in engem Zusammenhang mit dem Tumorstadium zum Zeitpunkt der Diagnose. Aus diesem Grund ist es wichtig, eine Erkrankung möglichst frühzeitig zu erkennen. Mittelfristiges Ziel ist es, in Österreich durch ein strukturiertes Screening die Mortalität bei Darmkrebs zu reduzieren, einen Zugewinn an gesunden Lebensjahren zu erreichen und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Um dieses Ziel zu unterstützen, haben sich die ÖGK, das Land Steiermark und die Ärztekammer für Steiermark darauf verständigt, ab dem 2. Quartal 2026 in der Steiermark in vorerst drei Regionen, den Bezirken Weiz, Graz und Bruck-Mürzzuschlag, ein Pilotprojekt für ein organisiertes Darmkrebs-Screening-Programm stufenweise umzusetzen und schrittweise weiter auszubauen. Die Empfehlungen des Nationalen Screening-Komitees, der Qualitätsstandard Vorsorgekoloskopie sowie die Leitlinien der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie zum Darmkrebsscreening und der Nachsorge nach Polypektomie werden dabei berücksichtigt.

Im Zusammenhang mit dem Screeningprogramm ist mit einem erhöhten Bedarf an Vorsorgekoloskopien sowie allfälligen Abklärungskoloskopien nach Testung auf Blut im Stuhl zu rechnen. Deshalb suchen wir Anbieter für Koloskopien im Rahmen des Pilotprojekts.

Haben Sie Interesse?

Nachstehend haben wir die wesentlichen Voraussetzungen für eine Teilnahme am Screeningprogramm kurz zusammengefasst:

Hier finden Sie genauere Informationen zu den Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für das Pilotprojekt.


Ansprechpartner der Österreichischen Gesundheitskasse:

Wir hoffen, Sie unterstützen uns bei diesem wichtigen Projekt mit dem Ziel, dass noch mehr Menschen Screeningangebote nutzen, um Krebserkrankungen effektiv gegenzusteuern!