Der Klimawandel führt zunehmend zu längeren und intensiveren Hitzeperioden. Hohe Temperaturen belasten den Kreislauf, mindern die Leistungsfähigkeit und beeinträchtigen das Wohlbefinden. Besonders ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen reagieren empfindlich auf Hitze. Mit der richtigen Ernährung und ausreichend Flüssigkeit lässt sich der Körper jedoch gut unterstützen, wodurch die Hitzetage leichter verträglich werden.
Ernährung bei starker Hitze
Trinken – die wichtigste Maßnahme
Bei hohen Temperaturen verliert der Körper über den Schweiß viel Flüssigkeit.
- Um Kreislaufprobleme und Dehydrierung zu vermeiden, sollte regelmäßig getrunken werden, am besten, bevor Durst entsteht.
- Eine einfache Orientierung lautet: Bei Hitze regelmäßig über den Tag verteilt trinken, zum Beispiel etwa alle ein bis zwei Stunden ein Glas Wasser oder ein anderes ungesüßtes Getränk, auch wenn noch kein starkes Durstgefühl besteht.
- An heißen Tagen kann natriumreiches Mineralwasser helfen, Salzverluste durch Schwitzen auszugleichen. Die Empfehlung zu salzarmer Ernährung gilt daher bei Hitze nur eingeschränkt.
- Auch Leitungswasser bietet zahlreiche Variationsmöglichkeiten, etwa mit Kräutern, Früchtetee oder einem kleinen Anteil Saft.
- Kaffee kann in moderaten Mengen getrunken werden, sollte aber immer mit zusätzlicher Flüssigkeit kombiniert werden.
- Ungeeignet hingegen sind zuckerreiche Limonaden, Energydrinks oder alkoholische Getränke, da sie den Körper zusätzlich belasten.
Ob Sie Ihre Getränke lieber kalt oder warm genießen, ist laut aktuellem Wissensstand reine Geschmackssache, wichtig ist vor allem, genug zu trinken.
Leicht essen und auf wasserreiche Lebensmittel setzen
Pflanzlich betonte Speisen sind an heißen Tagen besonders gut geeignet, da sie weniger Wärme im Körper produzieren als sehr eiweiß- oder fettreiche Mahlzeiten. Mehrere kleine, leichte Portionen sind zudem bekömmlicher als große, schwere Gerichte. Ideal sind wasserreiche Lebensmittel wie Gurken, Tomaten, Zucchini, Melonen, Beeren oder Blattsalate. Sie liefern nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wertvolle Vitamine und Mineralstoffe.
Leichte Milchprodukte wie Joghurt oder Buttermilch, kalte Suppen oder einfache Gemüsegerichte sorgen für Abwechslung, ohne den Körper zusätzlich zu erwärmen.
Auf Hygiene achten
Hohe Temperaturen fördern das Wachstum von Keimen, deshalb ist eine sorgfältige Küchenhygiene besonders wichtig. Empfindliche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch oder Milchprodukte sollten stets gut gekühlt bleiben, auch auf dem Weg vom Supermarkt nach Hause. Bereits zubereitete Speisen gehören schnell in den Kühlschrank. Kalte Gerichte sind auch deshalb eine gute Wahl, da sie keine zusätzliche Wärme beim Kochen erzeugen.
Besondere Aufmerksamkeit für gefährdete Personen
Ältere Menschen, Kinder oder Kranke trinken oft zu wenig, weil sie ein vermindertes Durstgefühl haben oder Unterstützung brauchen. Sichtbar platzierte Wasserkaraffen oder Trinkpläne können helfen, regelmäßig ans Trinken zu erinnern. Aromatisiertes Wasser mit etwas Zitrone, Orange oder Minze kann darüber hinaus die Flüssigkeitsaufnahme aufgrund des abwechslungsreichen Geschmacks erleichtern. Auch wasserreiches Obst und Gemüse tragen zur Flüssigkeitsversorgung bei.
Fazit
Leichte, wasserreiche Kost und ausreichend Flüssigkeit helfen, den Körper bei hohen Temperaturen zu entlasten. Wer regelmäßig trinkt, kleine Portionen bevorzugt und auf frische, kühle Speisen setzt, kann auch heiße Tage gut überstehen – ob zu Hause, im Büro oder unterwegs.
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