Mit dem ersten Primärversorgungszentrum (PVE) Österreichs, in dem eine gynäkologische Kassenstelle integriert wurde, ist ein weiterer Meilenstein in der Gesundheitsversorgung erreicht. Das Modell zeigt, wie Versorgung künftig noch besser vernetzt, wohnortnah und patientenorientiert gestaltet werden kann.
Erstes PVE mit Gynäkologie: Ein Blick in die Gesundheitsversorgung der Zukunft
Ein neues Versorgungsmodell
Im Primärversorgungszentrum Telfs arbeiten erstmals Allgemeinmedizin und Gynäkologie unter einem Dach zusammen. Versicherte profitieren von kurzen Wegen und einer besseren Abstimmung zwischen den Gesundheitsberufen.
Das PVE steht beispielhaft für eine Entwicklung, die künftig weiter an Bedeutung gewinnt: medizinische Versorgung aus einer Hand.
Primärversorgung wird weiter ausgebaut
Der Ausbau der Primärversorgung ist ein wichtiger Bestandteil der Versorgungsstrategie bis 2030.
Derzeit gibt es österreichweit 119 Primärversorgungseinheiten, darunter 15 Kinder-PVE. Bis 2030 sollen es 255 Einrichtungen, davon 22 Kinder-PVE, sein.
Für Versicherte bedeutet das:
- längere Öffnungszeiten
- mehrere Gesundheitsberufe an einem Standort
- ein breiteres Leistungsangebot
- besser abgestimmte Behandlungen
Auch Ärztinnen und Ärzte profitieren von modernen Arbeitsmodellen, multiprofessioneller Zusammenarbeit und einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Digitalisierung erleichtert die Versorgung
Neben neuen Versorgungsformen treibt die ÖGK auch die Digitalisierung voran. Geplant beziehungsweise im Ausbau sind unter anderem:
- ein digitales Terminservice,
- elektronische Zuweisungen für bildgebende Untersuchungen,
- digitale Verordnungen sowie
- der weitere Ausbau telemedizinischer Angebote.
Dadurch werden Abläufe einfacher und Ärztinnen und Ärzte gewinnen mehr Zeit für ihre Patientinnen und Patienten.
Gesundheitsversorgung 2030 beginnt schon heute
Der Ausbau der Primärversorgung, innovative Modelle wie das erste PVE mit gynäkologischer Kassenstelle und digitale Services zeigen, wie die ÖGK die Gesundheitsversorgung Schritt für Schritt weiterentwickelt.
Versicherte profitieren von einer modernen, wohnortnahen und gut abgestimmten Versorgung. Gleichzeitig entstehen attraktive Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte und damit die Grundlage für eine langfristig gesicherte Gesundheitsversorgung in Österreich.
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