Moderne Gesundheitsversorgung entwickelt sich weiter
Primärversorgungseinheit Telfs integriert erste gynäkologische Kassenstelle
Das medizinische Angebot der seit Dezember 2025 bestehenden Primärversorgungseinheit (PVE) Telfs wächst weiter: seit Sommer profitieren Patientinnen von einer umfassenden Betreuung im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe. Mit dem neuen Angebot setzt die PVE Telfs, betrieben von der PVE Diakonissen GmbH, einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Frauengesundheit im Tiroler Oberland.
Dr. Yücel Erike, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe begleitet die Patientinnen in allen Phasen des Lebens und bietet ein umfassendes medizinisches Leistungsspektrum, darunter:
- Krebsfrüherkennung
- Kolposkopie
- Kontrazeptionsberatung
- Mammasonografie
- Schwangerenvorsorge
- Betreuung von Risikograviditäten
- Ersttrimester-Screening
- Fetales Organscreening
Neue Wege der Gesundheitsversorgung
Mit der ersten gynäkologischen Kassenstelle in einer PVE wird sichtbar, wie die Gesundheitsversorgung der Zukunft aussieht: stärker vernetzt, interdisziplinär und wohnortnah. Der Ausbau der Primärversorgung ist ein zentraler Aspekt der Versorgungsstrategie bis 2030. Aktuell bestehen österreichweit bereits 119 PVE, darunter 15 Kinder-PVE. Bis 2030 wird die Anzahl auf 257, davon 23 Kinder-PVE erhöht.
Ergänzend zu den niedergelassenen Ärzt*innen in der Region erleichtern PVE Versicherten den Zugang zur medizinischen Grundversorgung und tragen gleichzeitig zur Entlastung der Spitäler bei. Zudem profitieren Patient*innen von erweiterten Öffnungszeiten, einem breiten Leistungsangebot und mehreren Gesundheitsberufen unter einem Dach.
Die PVE Telfs ist ein moderner Anlaufpunkt für hochwertige medizinische Betreuung. Hier arbeiten Ärzt*innen für Allgemein- und Familienmedizin sowie Gynäkologie eng mit Fachkräften aus den Bereichen Pflege, Wundmanagement, Diätologie, Psychotherapie und Sozialer Arbeit zusammen. So erhalten Patient*innen eine umfassende und gut abgestimmte Versorgung.
PVE als neue berufliche Perspektive für Ärzt*innen
Immer mehr Ärztinnen und Ärzte interessieren sich zudem für neue Kooperationsformen als Alternative zur klassischen Ordination. PVE bieten ihnen zahlreiche Vorteile, wie die enge Zusammenarbeit in interprofessionellen Teams, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie eine Entlastung von administrativen und organisatorischen Aufgaben. Als Lehrpraxen übernehmen Primärversorgungseinheiten zudem eine wesentliche Funktion in der Aus- und Weiterbildung zukünftiger Allgemeinmediziner*innen.
Der Ausbau der Primärversorgung und innovativer Versorgungsmodelle zeigt, wie die ÖGK die Gesundheitsversorgung zukunftsfit gestaltet, um eine hochwertige und gleichzeitig langfristige Finanzierung des Gesundheitssystems in Österreich sicherzustellen.