Steigende Temperaturen und häufigere Hitzewellen stellen uns alle vor neue Herausforderungen. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) setzt deshalb auf langfristige Maßnahmen, um ihre Standorte klimafit und energieeffizient zu gestalten. Eigene Photovoltaikanlagen, zertifizierter Grüner Strom, die schrittweise Umstellung der Wärmeversorgung sowie klimaangepasste Gebäude und Außenflächen bilden dabei zentrale Bausteine. Bis 2040 soll der Energieverbrauch um zehn Prozent reduziert und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern weiter verringert werden.
Sonnenstrom vom eigenen Dach – zertifizierter Grüner Strom für den restlichen Bedarf
Auf geeigneten Dachflächen errichtet die ÖGK österreichweit Photovoltaikanlagen. Nach Abschluss der zweiten großen Ausbauphase betreibt die ÖGK 50 PV-Anlagen und die PV-Produktion steigt auf rund 2,7 Gigawattstunden pro Jahr. Damit deckt die PV-Produktion rund 17 Prozent des Strombedarfs der Verwaltungsflächen der ÖGK.
Seit 2025 bezieht die ÖGK den darüber hinaus benötigten Strom als Grünen Strom, der mit dem Österreichischen Umweltzeichen „UZ46“ zertifiziert ist. Damit stammt auch der zugekaufte Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern. Durch den Bezug von Strom aus erneuerbaren Quellen vermeidet die ÖGK im Vergleich zum österreichischen Durchschnitt rund 6.000 Tonnen CO₂ pro Jahr. Das entspricht ungefähr der Menge CO₂, die rund 460 Hektar Wald jährlich aus der Atmosphäre aufnehmen und speichern.
Raus aus Öl und Gas: Wärmeversorgung wird schrittweise umgestellt
Auch bei der Wärmeversorgung verfolgt die ÖGK einen klaren Kurs: Fossile Wärmeerzeugung wird sukzessive durch nachhaltigere Systeme ersetzt. Seit 2021 wurden 13 Standorte auf Nah- beziehungsweise Fernwärme umgestellt. Weitere Umstellungen sind in Planung oder Umsetzung. Die bisher umgesetzten Heizungsumstellungen vermeiden gegenüber der früheren fossilen Versorgung jährlich rund 550 Tonnen CO₂-Äquivalente. Das entspricht der Menge an CO₂, die eine Waldfläche von rund 40 Hektar pro Jahr aus der Atmosphäre aufnehmen kann. Bereits heute werden rund 75 Prozent der ÖGK-Standorte mit erneuerbarer bzw. nachhaltiger Heizenergie versorgt.
Durch den Ausbau der eigenen Photovoltaikproduktion, den Bezug von zertifiziertem Grünen Strom und die schrittweise Umstellung der Wärmeversorgung setzt die ÖGK an mehreren Bereichen an. Damit soll der Energieverbrauch langfristig gesenkt und die Energieversorgung insgesamt nachhaltiger gestaltet werden.
Klimafitte Gebäude: vorsorgen statt nur reagieren
Die ÖGK setzt bereits bei der Planung ihrer Gebäude an. Einheitliche Baustandards stellen sicher, dass bei Neubauten und Sanierungen Kühlmöglichkeiten, Beschattung und energieeffiziente Haustechnik frühzeitig mitgedacht werden. Ergänzend setzt die ÖGK auf LED-Beleuchtung, Dach- und Fassadenbegrünungen, Entsiegelung sowie Baumpflanzungen. So entstehen Standorte, die Energie sparen, Biodiversität fördern und gleichzeitig das Mikroklima verbessern.
Beim Hitzeschutz setzt die ÖGK auf drei Säulen: Vorsorge, saisonale Vorbereitung und konkrete Maßnahmen bei akuten Hitzewellen. Dazu zählen die regelmäßige Wartung und Überprüfung von Klimatisierungs- und Sonnenschutzanlagen, organisatorische Maßnahmen sowie die gezielte Information der Mitarbeitenden.
Klimaschutz und Hitzeschutz greifen ineinander
„Hitzeschutz beginnt für uns lange bevor das Thermometer 35 Grad erreicht. Wir betrachten unsere Standorte ganzheitlich – von der Energieversorgung über die Gebäude bis zu den Außenflächen. Photovoltaik, der schrittweise Ausstieg aus Öl und Gas, Beschattung oder Entsiegelung sind keine isolierten Einzelmaßnahmen. Sie sind Teil unseres gemeinsamen Weges, die ÖGK nachhaltiger und gleichzeitig widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen“, erklärt Stefanie Kern, Leiterin des Fachbereichs Bau, Facility Management und Beschaffung.
Mit ihrer Energie- und Umweltpolitik verfolgt die ÖGK ein klares Ziel: Bis 2040 soll der Energieverbrauch gegenüber 2021 um zehn Prozent sinken. Ergänzend arbeitet die ÖGK an der Einführung von Umwelt- und Energiemanagementsystemen nach internationalen Standards, um Verbesserungen systematisch voranzutreiben und langfristig in der Organisation zu verankern.
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