Meist besteht kein Grund zur Sorge. Gerade bei jüngeren Kindern gehören Infekte zum Aufwachsen dazu. Eltern können aber einiges tun, um die Gesundheit und die natürlichen Abwehrkräfte ihres Kindes zu unterstützen.

Kann man das Immunsystem von Kindern stärken?

Und was ist mit Immunboostern?

Gummibärchen, Säfte, Pulver oder andere Präparate versprechen gerade in der Erkältungssaison häufig „starke Abwehrkräfte“.

Für gesunde Kinder sind solche beworbene Immunbooster normalerweise nicht notwendig und meist wirkungslos. Ein Präparat, das nachgewiesen und zuverlässig vor den typischen Infekten in Kindergarten oder Schule schützt, gibt es nicht.

Nahrungsergänzungsmittel sollten bei Kindern nicht vorsorglich auf eigene Faust eingesetzt werden, da es hier auch zu Überdosierungen einzelner Inhaltsstoffe kommen kann. Besteht der Verdacht auf einen Mangel oder gibt es einen medizinischen Grund für eine Ergänzung, sollte das mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt besprochen werden.

Fit für Schule und Kindergarten: Was gehört in die Jausenbox?

Gesund durch den Herbst zu kommen beginnt nicht erst nachmittags zu Hause. Auch die Jause trägt dazu bei, dass Kinder im Kindergarten oder in der Schule gut mit Energie und Nährstoffen versorgt sind.

Eine gute Jausenbox braucht keine komplizierten Rezepte. Ideal ist eine Kombination aus mehreren Bausteinen:


Müssen Kinder vor möglichst vielen Keimen geschützt werden?

Nein. Ein möglichst steriler Alltag ist weder notwendig noch realistisch. Gleichzeitig müssen Kinder auch nicht absichtlich möglichst vielen Krankheitserregern ausgesetzt werden, damit sich ihr Immunsystem entwickelt.

Im Alltag helfen einfache Hygieneregeln, Infektionen einzudämmen:

  • regelmäßig und gründlich mit Seife Hände waschen (vor allem beim Heimkommen, nach der Toilette und vor dem Essen)
  • in die Armbeuge husten oder niesen
  • benutzte Taschentücher sofort entsorgen
  • Räume regelmäßig lüften
  • Trinkflaschen, Gläser, Besteck oder Schnuller nicht unnötig teilen

Desinfektionsmittel sind im normalen Familienalltag in der Regel kein Ersatz für Händewaschen und übliche Hygiene.

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