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ÖGK-Augenverbund Wien: Spezialversorgung vor Ort

Das Hanusch-Krankenhaus und vier ÖGK-Gesundheitszentren arbeiten eng zusammen – mehr als 85.000 Patientinnen und Patienten im Jahr 2025 und rund 7.000 Katarakt-Operationen jährlich.

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Patientinnen und Patienten sollen dort behandelt werden, wo es medizinisch sinnvoll ist – möglichst wohnortnah und gleichzeitig mit direktem Zugang zu hochspezialisierter Versorgung. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt der Augenverbund der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) in Wien: Die Augenabteilung des Hanusch-Krankenhauses ist eng mit den Augen-Ambulanzen der ÖGK-Gesundheitszentren Mariahilf, Landstraße, Favoriten und Floridsdorf vernetzt.

Voruntersuchungen und Nachbetreuungen nach Augenoperationen können wohnortnah im Gesundheitszentrum erfolgen, während die Operation selbst im Hanusch-Krankenhaus durchgeführt wird. Auch spezialisierte Angebote wie die Sicca- oder Schiel-Ambulanz werden von erfahrenen Augenärztinnen und -ärzten des Hanusch-Krankenhauses in den Gesundheitszentren angeboten. Viele der insgesamt 32 Ärztinnen und Ärzten der Augenabteilung sind sowohl im Hanusch-Krankenhaus als auch in den Gesundheitszentren tätig.

„Der Best Point of Service ist bei uns kein theoretisches Konzept, sondern gelebte Versorgung. Wir bringen die Stärken des Krankenhauses und der ambulanten Gesundheitszentren zusammen und behandeln die Patientinnen und Patienten dort, wo es für sie medizinisch am sinnvollsten ist. Gleichzeitig bleibt die hochspezialisierte Versorgung im Hanusch-Krankenhaus gebündelt“, sagt Prim. Univ.-Prof. Dr. Oliver Findl, Vorstand der Augenabteilung des Hanusch-Krankenhauses.

Rund 7.000 Katarakt-Operationen pro Jahr

Die hohe Leistungsfähigkeit des Augenverbunds zeigt sich unter anderem bei der Versorgung des Grauen Stars (Katarakt). Rund 7.000 Katarakt-Operationen werden jährlich im Hanusch-Krankenhaus durchgeführt.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Augen-Tagesklinik des Hanusch-Krankenhauses, die 2026 seit 15 Jahren besteht. Besonders bei Katarakt-, Hornhaut-, Glaukom- und Schieloperationen ermöglicht der hohe Tagesklinik-Anteil eine effiziente Versorgung ohne stationären Aufenthalt, wenn dieser medizinisch nicht erforderlich ist. Bei der Terminvergabe wird nach medizinischer Dringlichkeit differenziert.

Chronische Augenerkrankungen wohnortnah behandeln

Auch bei der Behandlung chronischer Netzhauterkrankungen setzt die ÖGK auf den Verbund. Bei der IVOM-Therapie (intravitreale operative Medikamentenapplikation)  werden Medikamente direkt in das Augeninnere eingebracht. Die Behandlung kommt unter anderem bei altersbedingter Makuladegeneration, diabetischer Makulopathie oder nach retinalen Gefäßverschlüssen zum Einsatz.

Da diese Erkrankungen häufig regelmäßige Behandlungen erfordern, wurden die IVOM-Ambulanzen in den Gesundheitszentren seit 2021 zunehmend ausgeweitet. Die Versorgung erfolgt auch hier im Verbund mit dem Hanusch-Krankenhaus.

„Mit dem Augenverbund machen wir genau das, was im Rahmen der Gesundheitsreform gefordert wird: Wir denken Versorgung vom Patienten und von der Patientin her und nicht von den Strukturen der Anbieter. Was andernorts noch auf dem Papier diskutiert wird, leben wir bei der ÖGK bereits in der Praxis. Dieses Modell ist Gesundheitsreform zum Angreifen und zeigt, wie die Versorgung der Zukunft funktionieren kann“, betont ÖGK-Generaldirektor Bernhard Wurzer.


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v.l.n.r: Mag. Bernhard Wurzer Generaldirektor der ÖGK, Priv.Doz.in Dr.in Valerie Nell-Duxneuner, Ärztliche Direktorin des Hanusch-Krankenhaus, Erol Holawatsch, MSc, Fachbereichsleiter der ÖGK-Gesundheitseinrichtungen und Univ. Prof. Dr. Oliver Findl, MBA FEBO, Abteilungsvorstand der Augenabteilung des Hanusch-Krankenhaus

Mehr als 85.000 Patientinnen und Patienten im Jahr 2025

Die aktuellen Leistungszahlen unterstreichen die Bedeutung des Verbunds: 2025 wurden mehr als 85.000 Patientinnen und Patienten verzeichnet. Die Kombination aus hoher medizinischer Expertise, großen Fallzahlen, Tagesklinik und wohnortnahen ambulanten Angeboten zeigt, dass integrierte Versorgung sowohl patient*innenorientiert als auch effizient gestaltet werden kann.

Der Augenverbund bildet damit das Prinzip des Best Point of Service konkret ab und zeigt, wie eine abgestufte Versorgung im Sinne des Regionalen Strukturplans Gesundheit (RSG) funktionieren kann. Nicht jede Patientin und jeder Patient benötigt eine hochspezialisierte Krankenhausversorgung. Gleichzeitig ermöglicht die enge Vernetzung eine rasche Weiterleitung komplexerer Fälle an das Hanusch-Krankenhaus.

Ein vergleichbarer Ansatz wird bei der ÖGK auch in anderen Bereichen verfolgt, etwa im Hämatologie-Verbund zwischen der 3. Medizinischen Abteilung des Hanusch-Krankenhauses und den Hämatologie-Ambulanzen der Gesundheitszentren.

Bei der Terminvergabe wird nach medizinischer Dringlichkeit differenziert. Für Patientinnen und Patienten mit deutlich reduziertem Sehvermögen beziehungsweise zusätzlichen medizinischen Kriterien wird eine maximale Wartezeit von drei Monaten angestrebt. In der weniger dringlichen Stufe liegt die angestrebte Wartezeit bei maximal sechs Monaten.

Zahlen & Fakten ÖGK Augenverbund Wien

  • 5 Standorte: Hanusch-Krankenhaus + Gesundheitszentren Mariahilf, Landstraße, Favoriten und Floridsdorf
  • 32 Ärzt*innen im Augenverbund
  • mehr als 85.000 Patient*innen im Jahr 2025
  • rund 7.000 Katarakt-Operationen jährlich
  • Wartezeit nach Dringlichkeit priorisiert
  • Augen-Tagesklinik seit 15 Jahren
  • IVOM-Versorgung im Verbund zwischen Hanusch-Krankenhaus und Gesundheitszentren

Infos auch unter folgendem Link: Abteilung für Augenkrankheiten mit Augen-Tagesklinik