So fördern Sie Sprache im Alltag

Sprachförderung lässt sich ganz einfach in den Familienalltag integrieren:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind. Erzählen Sie, was Sie gerade tun oder gemeinsam sehen.
  • Greifen Sie Interessen auf. Zeigt Ihr Kind auf einen Hund, können Sie daraus ein kleines Gespräch machen.
  • Hören Sie zu. Geben Sie Ihrem Kind Zeit, selbst zu antworten und zu erzählen.
  • Schauen Sie gemeinsam Bücher an. Bilder zeigen, Dinge benennen und darüber sprechen fördert den Austausch.
  • Singen und reimen Sie. Lieder, Reime und Fingerspiele verbinden Sprache mit Rhythmus.
  • Spielen Sie gemeinsam. Benennen Sie Gegenstände, Farben, Tiere oder das, was gerade passiert.

Gerade kleine Kinder lernen Sprache besonders im direkten Austausch. Dabei erleben sie nicht nur Wörter, sondern gleichzeitig Blickkontakt, Gesichtsausdruck, Sprachmelodie und die Reaktionen ihres Gegenübers.


Sprache fördern – ganz nebenbei

Beim Anziehen: „Wo ist deine blaue Socke?“

Beim Spazieren: „Was siehst du dort?“

Beim Einkaufen: „Was brauchen wir noch?“

Beim Spielen: „Wo fährt das rote Auto hin?“

Beim Bilderbuch: „Was glaubst du, passiert jetzt?“


Sprachförderung braucht kein eigenes Trainingsprogramm. Sie passiert im Alltag – wenn wir miteinander sprechen, zuhören und aufeinander reagieren.

Und was hat der Bildschirm damit zu tun?

Handy, Tablet, Fernseher und Computer gehören heute selbstverständlich zum Familienalltag. Entscheidend ist nicht nur, wie lange ein Kind vor einem Bildschirm sitzt, sondern auch, was dadurch möglicherweise zu kurz kommt.

Bildschirmzeit kann Zeit verdrängen, in der Kinder miteinander sprechen, spielen, sich bewegen oder ihre Umgebung selbst entdecken. Gerade für kleine Kinder sind diese unmittelbaren Erfahrungen besonders wichtig.

Dabei geht es nicht nur um die Bildschirmzeit des Kindes. Auch Erwachsene sind Vorbilder. Wenn beim gemeinsamen Spielen, Essen oder Kuscheln immer wieder der Blick aufs Smartphone geht, wird der direkte Austausch unterbrochen. Bewusst bildschirmfreie Zeiten können deshalb der ganzen Familie guttun. Auch der Ratgeber „Bildschirmfrei von Null bis Drei!“ hebt die Vorbildwirkung der Bezugspersonen besonders hervor. 

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