Von Anfang an: Stillen und Beikost

Gesunde Ernährung beginnt bereits in den ersten Lebensmonaten. Stillen versorgt Babys mit wichtigen Nährstoffen und kann auch nach dem langsamen Einführen der Beikost weitergeführt werden. Rund um die Weltstillwoche rückt auch die ÖGK das Thema Stillen verstärkt in den Mittelpunkt. Unterstützung und praktische Informationen für werdende und frischgebackene Eltern gibt es unter anderem im kostenlosen ÖGK-Workshop „Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit“ im Rahmen des Programms „Richtig essen von Anfang an!“.

Mit der Beikost beginnt für Babys eine neue Entdeckungsreise: Sie lernen Nahrung in Form von Brei und/oder Fingerfood und damit unterschiedliche Lebensmittel, Geschmäcker und Konsistenzen kennen. Beikost sollte in der Regel zwischen der 17. und 26. Lebenswoche eingeführt werden – abhängig von der individuellen Entwicklung des Kindes.


Anzeichen dafür, dass ein Baby für Beikost bereit sein kann:

  • Es interessiert sich zunehmend für Lebensmittel.
  • Der Mund öffnet sich, wenn Nahrung angeboten wird.
  • Das Baby kann Nahrung mit den Lippen von einem Löffel nehmen.
  • Es kann Nahrung zum Mund führen und schlucken.
  • Der Ausspuck-Reflex („Zungenstreck-Reflex“) ist verschwunden.


Zu Beginn eignen sich unter anderem Gemüse, Obst und Getreide sowie eisen- und jodreiche Lebensmittel wie mageres rotes Fleisch. Neue Lebensmittel sollten altersgerecht und ohne Druck angeboten werden. 

Zucker, Honig, stark gesalzene oder scharf gewürzte Speisen, Topfen und Käse sowie koffeinhaltige und süße Getränke gehören nicht auf Babys Speiseplan.

Wasser ist der beste Durstlöscher.


Mit dem Programm "Richtig essen von Anfang an!" unterstützt die ÖGK Eltern nicht nur während der Stillzeit, sondern darüber hinaus: Kostenlose Workshops bieten wissenschaftlich fundierte Informationen und praktische Tipps zur Ernährung von der Schwangerschaft über das erste Lebensjahr bis hin zum Kleinkindalter.

Gemeinsam essen ohne Druck

Zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr wird das Kind zunehmend an die Familienküche herangeführt.

Jetzt gilt besonders: Eltern entscheiden, was angeboten wird – das Kind entscheidet, ob und wie viel es davon essen möchte.

Dass Gemüse oder andere neue Lebensmittel zunächst abgelehnt werden, ist nichts Ungewöhnliches. Kinder brauchen oft mehrere Begegnungen mit einem neuen Geschmack, bevor sie ihn akzeptieren.

Gesunde Zähne von Anfang an

Ernährung und Zahngesundheit gehören zusammen. Die Zahnpflege beginnt bereits mit dem ersten Milchzahn. Eine altersgerechte Zahnbürste und fluoridhaltige Kinderzahnpasta helfen dabei, Karies vorzubeugen.


Wichtig ist außerdem

  • zweimal täglich Zähne putzen
  • Kinder beim Putzen begleiten und bis zum Ende der Volksschulzeit zumindest einmal täglich nachputzen
  • abends nach dem Zähneputzen nur noch Wasser trinken
  • Wasser als alltäglichen Durstlöscher anbieten
  • Dauernuckeln an Flaschen mit süßen Getränken vermeiden
  • das Trinken aus einem Becher früh üben
  • regelmäßige zahnärztliche Kontrollen wahrnehmen


Die ÖGK unterstützt Familien auch dabei

Praktische Tipps bieten der Online-Kurs Gesunde Zähne von Anfang an! und der Folder „Kleine Zähne, große Pflege“ (PDF, 1 MB).

Darüber hinaus stehen die Zahngesundheitszentren der ÖGK sowie Leistungen der Kinderzahnheilkunde und Kieferorthopädie zur Verfügung. Dazu zählen bei entsprechender medizinischer Indikation die Gratis-Zahnspange sowie die kostenlose Mundhygiene für Kinder und Jugendliche zwischen dem vollendeten 10. und 18. Lebensjahr.



Gesundes Wachstum: Nicht nur auf die Waage schauen

Kinder wachsen nicht gleichmäßig. Größe und Gewicht verändern sich in unterschiedlichen Phasen – deshalb sagt eine einzelne Zahl auf der Waage wenig über die Entwicklung eines Kindes aus.

Gleichzeitig ist es wichtig, auffällige Gewichtsentwicklungen frühzeitig zu erkennen. Je früher Kinder auf dem Weg zu einem gesunden Körpergewicht unterstützt werden, desto besser können gesunde Gewohnheiten im Familienalltag verankert werden.

Wenn Eltern unsicher sind, ob sich ihr Kind altersgerecht entwickelt, ist die Kinderärztin oder der Kinderarzt die richtige Anlaufstelle. Die vorgesehenen Untersuchungen im Eltern-Kind-Pass begleiten Wachstum und Entwicklung von Anfang an.

Für Kinder und Familien, die Unterstützung rund um Ernährung, Bewegung und einen gesunden Lebensstil benötigen, bietet die ÖGK außerdem Programme wie easykids.

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