Untersuchen, verarzten, trösten: Beim Kuscheltier-Krankenhaus der ÖGK erleben Kinder einen Arztbesuch aus einer ganz besonderen Perspektive und lernen dabei spielerisch, dass Medizin auch Vertrauen schaffen kann.
Was tun, wenn der Lieblingsteddy plötzlich Bauchweh hat? Wohin mit der verletzten Puppe? Und was passiert eigentlich, wenn das Kuscheltier zum Arzt muss? Antworten auf diese Fragen bekamen rund 110 Kinder aus sechs Wiener Kindergärten am 9. Oktober beim Kuscheltier-Krankenhaus der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) im ÖGK Mein Gesundheitszentrum Favoriten.
Bereits zum fünften Mal öffnete das beliebte Kuscheltier-Krankenhaus seine Türen – und wieder standen nicht die Kinder selbst, sondern ihre liebsten Begleiter im Mittelpunkt. Ausgestattet mit Teddys, Puppen, Stoffhunden und anderen Kuscheltieren schlüpften die Kinder in die Rolle von „Eltern“ und brachten ihre kleinen Patientinnen und Patienten zur Untersuchung.
Mit dabei waren Kinder aus dem KIWI-Kindergarten Hertha-Firnberg-Straße, dem KIWI-Kindergarten Business Park Vienna, dem Betriebskindergarten der ÖGK, den Wienerbergzwergen, dem Verein Sowiedu sowie dem Kindergarten Maria-Rekker-Gasse der Kinderfreunde Wien und dem Kindergarten Wienerbergstraße. Ziel der Veranstaltung war es, Kindern auf spielerische Weise die Welt der Medizin näherzubringen und mögliche Berührungsängste vor Arztbesuchen abzubauen.
Dabei wird untersucht, abgehört, Blutdruck gemessen, verbunden und natürlich ganz viel getröstet. Die Kinder konnten erzählen, was ihrem Kuscheltier fehlt, beantworteten Fragen und begleiteten es selbst durch die Behandlung. So erlebten sie medizinische Untersuchungen aus der Perspektive der Angehörigen – spielerisch, ohne selbst Patientin oder Patient sein zu müssen und mit ganz viel Fantasie.
Genau darin liegt der besondere Reiz des Kuscheltier-Krankenhauses: Medizinische Abläufe werden verständlich und greifbar, Ängste können abgebaut und Vertrauen in Ärztinnen, Ärzte und das Gesundheitssystem aufgebaut werden. Gleichzeitig erfahren die Kinder, wie wichtig Zuhören, Mitgefühl und Fürsorge sind.
„Wenn Kinder mit ihrem Kuscheltier ins Krankenhaus kommen, sind sie plötzlich diejenigen, die Fragen stellen, sich Sorgen machen und ihr Stofftier beruhigen. Das schafft einen spielerischen Zugang zu medizinischen Situationen und kann helfen, Ängste abzubauen“, betonte Bernhard Wurzer, Generaldirektor der ÖGK.
Kindergesundheit: umfassende Versorgung bei der ÖGK
Auch abseits des Kuscheltier-Krankenhauses setzt die ÖGK auf eine kindgerechte und umfassende medizinische Versorgung. In den ÖGK-Kinderambulanzen der Gesundheitszentren Favoriten und Floridsdorf werden Kinder und Jugendliche von erfahrenen Fachärzt*innen für Kinder- und Jugendheilkunde betreut – unter anderem bei Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen sowie akuten und chronischen Erkrankungen.
Durch die Einbindung in die Gesundheitszentren stehen bei Bedarf weitere Fachbereiche sowie Labor, Röntgen und Ultraschall direkt vor Ort zur Verfügung. In Favoriten gibt es zudem einen Schwerpunkt auf Neuropädiatrie, in Floridsdorf unter anderem auf Lungenerkrankungen und Diabetes bei Kindern und Jugendlichen.
In Wien gibt es darüber hinaus neun Kinder-PVE. Die insgesamt 94 Planstellen für Kinder- und Jugendheilkunde sind zu 100 Prozent besetzt.
Beim Kuscheltier-Krankenhaus geht es allerdings vor allem um eines: Kindern einen spielerischen, positiven Zugang zu Medizin zu ermöglichen. Denn wenn der Teddy gut versorgt ist, darf auch die kleine „Mama“ oder der kleine „Papa“ wieder beruhigt nach Hause gehen – und hat beim nächsten Mal keine Angst mehr vorm Arztbesuch.